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Impulstriebwerk
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Dieses Aggregat dient als Hauptantriebssystem im Unterlichtbereich für arkonidische und terranische Raumfahrzeuge. Auch sehr viele andere Völker benutzen dieses System (mehr oder weniger ausgereift) - jedoch ist zu beobachten, daß nur diejenigen Völker den Impulsantrieb zu verwenden scheinen, die auch in der Lage sind, überlichtschnelle Raumfahrt zu betreiben.

Funktionsprinzip:

Der Impulskonverter stößt einen in hyperstrukturellen Energiefeldern gebändigten, eingeengten und gleichgerichteten lichtschnellen Plasmapartikelstrom von höchster Dichte aus. Man bezeichnet dies im arkonidischen Sprachgebrauch als "Korpuskelwelle", die aber selbst keinen hochenergetischen Charakter besitzt.

(Anmerkung: In Atlan-Buch-14 wird angegeben, daß Korpuskelwellen einen höherdimensionalen Charakter besitzen. Da dies bislang anders geschildert wurde, wird die Angabe ignoriert.)

Die lichtschnellen Impulse greifen normale Materie (etwa den Boden von Raumhäfen) nur an, wenn ein impulsgetriebenes Raumschiff mit Höchstleistung startet oder landet, was i.d.R. schon deshalb nicht der Fall ist, weil ein mittlerer Orkan die Folge sein könnte.

(Anmerkung: Natürlich stellt sich die Frage, warum die Korpuskelwellen Materie nur in diesen Fällen angreifen. Bislang existiert keine befriedigende Erklärung für dieses Phänomen. Es besteht jedoch die Möglichkeit, daß die Partikel in diesen Situationen ihren Charakter verändern.)

Mit Impulstriebwerken lassen sich Geschwindigkeiten bis etwa 90 % der Lichtgeschwindigkeit problemlos erreichen. Bis zu dieser Geschwindigkeit dient atomarer Wasserstoff als Ausströmungsmedium. In tiefgekühlter, flüssiger Form wird er in riesigen Tanks zu Millionen von Kubikmetern mitgeführt. Um ein Raumfahrzeug über 90 % der Lichtgeschwindigkeit hinaus weiter zu beschleunigen, ist die Einspritzung von Stützmasse in die Triebwerke erforderlich. Hierzu wird normalerweise auf 1.500░C vorgeheiztes Wismut verwendet, was nach seiner Einspritzung in die Impulskonverter ein besonders dichtes und schubstarkes Plasma ergibt. Allerdings verarbeiten die Impulskonverter arkonidischer Aggregate aus der Zeit der Kämpfe gegen die Methanatmer jede Materie, deren Schmelzpunkt bei maximal 1.650░C liegt.

(Anmerkung: In HC-9 wird im Rahmen von Atlans Erzählung aus der Vergangenheit im Larsaf-System angegeben, daß die schwachen Aggregate von Leichten Kreuzern bei einem Dauerschub von 5 % der Lichtgeschwindigkeit mit intermittierender Stützmasseneinspritzung arbeiten, was eine baldige Auffüllung der Tanks bedingt.)

Gezielte Überlastung:

Zum Erreichen von Notbeschleunigungswerten verwenden die Arkoniden Plasmanachbrenner.

(Anmerkung: In Atlan-Buch-14 wird angegeben, daß beim Kontakt der Stützmasse mit dem einengenden Strukturfeld aus dem Hyperraum Quintronen abfließen und zu lichtschnellen und massereichen Teilchenformen degenerieren. Da der nähere Zusammenhang mit dem Impulsantrieb jedoch nicht geklärt wird, wird diese Angabe vorläufig ignoriert.)

Tatsächlich läßt sich auch die Verdichtung der Stützmasse zur Leistungssteigerung erhöhen, doch dieses Verfahren ist sehr riskant. Die über Gebühr komprimierten Plasmamassen könnten die Mantelfelder der Freiluftleiter durchschlagen, die sie auf ihrem Weg zu den Triebwerksdüsen passieren. In diesen Fällen wird das Raumschiff seinen Weg nur noch als schnell expandierende Gasmasse fortsetzen - es wird unweigerlich explodieren. Wenn jedoch andererseits die Mantelfelder halten, verformen die reagierenden Partikelströme mit ungeheurer Wucht die Felddüsen des Triebwerks, und dies kann bis zu einem gewissen Grad gutgehen (vgl. "Memory-Funktion" des Arkonstahls). Dehnen sich aber die einengenden Düsenfelder zu weit aus, werden die molekularverdichteten Metallplastikschlünde der Impulsdüsen in ihrem atomaren Aufbau verändert. Zwar sind die Folgen hieraus weniger katastrophal als beim Zusammenbruch der Mantelfelder, doch sind auch diese noch schwerwiegend genug.

Leistungsmessung und Tanks:

Als Berechnungsgrundlage für die Beschleunigungswerte kann die Gleichung gelten, daß ein Beschleunigungsvermögen von 500 km/sec▓. innerhalb von zehn Minuten ein Schiff auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt.

(Anmerkung: Von der Bezeichnung "Kilometer pro Sekundenquadrat" für die Beschleunigung ist erstmals im HC-3, Seite 112, Mitte, die Rede.)

Der höchste Beschleunigungswert für Triebwerke auf Impulsbasis lag jahrtausendelang bei etwa 500 km/sec▓ und wurde erst im Jahr 1984 bei Einführung der arkonidischen Superschlachtschiffe auf den Wert 600 km/sec▓ gesteigert. Hierbei kann jedoch stets davon ausgegangen werden, daß für einige Sekunden im Notfall auch eine Mehrleistung von 20 % erreicht wird (dies gilt zumindest für terranische und arkonidische Kriegsschiffe). Im Jahr 2043 erreichen die Terraner mit ihren neuen Schnellen Kreuzern Maximalwerte von 1.000, im Notfall sogar 1.008 km/sec▓.

Naturgemäß stellt bei derartigen Leistungen die Versorgung mit ausreichend Stützmasse ein Problem dar. Die Beschleunigung eines Superschlachtschiffes mit 600 km/sec▓ bedeutet bei dessen ungeheurer Masse beispielsweise einen Verbrauch von acht Tonnen Wismut pro Sekunde - für jedes der 18 Triebwerke. 30 Sekunden Dauerschub ergeben damit bereits 4.320 Tonnen. Gestillt werden kann dieser Bedarf nur, weil die Lagerung in molekularen Preßfeldern extrem leistungsfähig ist. Die genannte Menge Wismut belegt damit nur ein Volumen von rund 48 cm│, und eigene Absorbtionsfelder sorgen dafür, daß die Masse des Wismuts das Schiff selbst nicht belastet.

Nebenwirkungen:

Mit Hilfe des Impulstriebwerks wird es einem modernen Raumschiff möglich, sich nahezu beliebig oft der Lichtgeschwindigkeit zu nähern und wieder abzubremsen.

(Anmerkung: In Atlan-Buch-14 wird für die Funktionsweise gerade im hochrelativistischen Bereich ein Prinzip dargestellt, daß letztlich nichts anderes darstellt als den erst viel später verwendeten Hypertrop - ein Gerät, das Energie direkt aus dem Hyperraum zapft. Dies ist jedoch eindeutig falsch - ganz abgesehen davon, daß es der beim Andruckabsorber dargestellten Funktionsweise widersprechen würde. Das Prinzip wird daher an dieser Stelle auch nicht näher erläutert, da es schlicht zu abwegig ist.)

Verbunden damit sind jedoch nicht nur enorme kinetische Belastungen der Schiffszelle, sondern auch ein Lärmpegel, der dramatische Formen annehmen kann. Trotz aller Bemühungen arkonidischer und terranischer Konstrukteure erweist es sich auch im 21. Jahrhundert noch als unmöglich, die Schiffszelle und ihre Innenwände vollständig gegen die anlaufenden Triebwerksleistungen zu isolieren. Dabei repräsentiert das, was in die Zentralen im Zentrum von typischen Kugelraumern und in andere Sektionen dringt nur etwa 0,1 % der tatsächlichen Lautstärke dar. Dennoch genügt es, um sein eigenes Wort nicht mehr verstehen zu lassen.

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 Quelle(n):  Silberbände
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© Crest-Datei - Autor(en): Daniel Winkler - Erstellt: 10.07.1999 - Letztes Update: 01.06.2008