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Gleam
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Einziger Planet der Sonne Tri II. Er umrundet die Sonne, in einer Entfernung von 520 Millionen Kilometern, von Pol zu Pol. Die Sonne geht dem Planeten im Norden auf und im Süden unter. Gleam wiederum wird in Höhe der Äquatorebene vom Mond Siren umkreist.

Vom Weltraum aus betrachtet besitzt Gleam eine blau leuchtende Lufthülle, die im höchsten Maße fluoresziert. Die aufgeladene Atmosphäre dient als Reflektorschicht, von ihr werden die Kontrollimpulse der Mobys reflektiert. Nach der Zerstörung Sirens erlischt die Reflektorschicht, die Lufthülle leuchtet nun nicht mehr ganz so intensiv.

Bemerkenswert ist die Form Gleams, in Folge seines elliptischen Querschnitts wirkt Gleam wie plattgedrückt. Von Pol zu Pol werden 10.480 Kilometer gemessen, an der Äquatorachse dagegen 21.000 Kilometer (Anmerkung: in PR-243 werden 20.962 Kilometer angegeben).

Differierende Rotationsgeschwindigkeiten führen zu unterschiedlichen Schwerkraftverhältnissen, in den Polargebieten werden 0.98 Gravos gemessen, in der Äquatorzone fast 3 Gravos. Für die Verhältnisse Gleams ist die Schwerkraft von bis zu 3g zu niedrig. Form und Eigenrotation des Planeten beweisen, dass eine höhere Schwerkraft wirken müsste.

Die Sauerstoffatmosphäre hat ähnliche Werte wie die Terras, der Sauerstoffgehalt liegt bei 26,17 %. Da Gleam seine Sonne auf einer exakten Kreisbahn in 25 Millionen Kilometer umkreist gibt es keine großen Temperaturschwankungen, mittlere Temperatur 26° Celsius tagsüber. Wegen der anderen beiden Sonnen wird es auch nachts nie ganz dunkel.

Trotz des intensiven blauen Leuchten kann man auch aus dem All die Oberfläche der Urwelt erkennen. Es gibt hohe Gebirge die aus weiten flachen zum Großteil versumpften Meeren hervorragen, Vulkangebiete, riesige Wälder aus großen pilzähnlichen Pflanzen. Den Großteil der Oberfläche nehmen die Sumpfgebiete ein. Rings um die Gebirge gibt es Festland, dass allmählich in Sumpfgebiet übergeht. Immer wieder gibt es Erdbeben und Vulkanausbrüche die beweisen, dass der Planet tektonisch noch nicht zur Ruhe gekommen ist.

Bewacht wird der Planet von schwarzen kugelförmigen Flugobjekten, jeweils etwa 50m Durchmesser. In einem Sumpf schwimmt eine Plattform, durch einen Antigravschacht kommt man in die darunter liegende Station der MdI. Mit ihr Maschinen wird das Reflektorfeld in Gleams Atmosphäre mit Energie versorgt. Über den Planeten ist ein Netz von Beobachtungsstationen verteilt, das von hier aus aktiviert werden kann. Zusätzlich wird von hier aus die Gravitation des Planeten beeinflusst. Bei der Zerstörung Sirens wird auch die Station vernichtet.

Gleams Pflanzenwelt besteht vor allem aus üppig wuchernden Pilzen und Moosen, von denen die meisten für Menschen ungefährlich sind. Die Pilzbäume besitzen massive Stämme von dunkelgrüner Farbe, von der Form her gibt es unterschiedliche Pilzbäume. Es überwiegen die Gewächse mit kuppelförmigem Oberteil, dazwischen gibt es Exemplare mit ovaler Form. Ihre rissige Rinde wird von Moos überwuchert.

Das Unterholz der Pilzwälder besteht aus einem Gewirr kleinerer Pilze und unzähligen Moosarten, z.B. das Schaummoos, es sondert einen klebrigen Schaum ab, der stark nach Pfefferminze riecht.

Tierwelt:

Goldene Käfer: klein, achtbeinig, zieht ein kugelförmiges Gespinst hinter sich her, das offenbar von Drüsen abgesondert wird und wie Watte aussieht. Bei Gefahr löst sich das Gespinst in kleine weiße Flocken auf, die innerhalb von Sekunden den Käfer einhüllen und eine harte Schale bilden. Nach einiger Zeit zerbricht der Kokon, der Käfer bildet dann sofort wieder ein neues Gespinst.

Moosläufer: Sieht aus wie ein knorriger Ast, bei Gefahr faltet es sich auf wie ein Regenschirm. Ungefähr in der Körpermitte sitzt ein längliches Auge. Ein Moosläufer kann eine für seine Körpergröße unglaubliche Geschwindigkeit erzielen.

Gravotänzer oder Stülplipper: Der Panzer des großen Pflanzenfressers sieht aus wie der einer Riesenschildkröte. Der Kopf ist breit und massig, ragt nur Zentimeter unter dem Panzer hervor. Die Unterlippe des breiten Mauls kann vorgeschoben und wie eine Schaufel benutzt werden. Vermutlich sind diese Tiere in Zonen größerer Schwerkraft beheimatet, bei geringerer Schwerkraft entwickeln sie erstaunliche Kräfte und können sich mit großen Sprüngen vorwärts bewegen.

Pilzläufer: Das Tier ist flach und so groß wie eine Männerhand. Es reagiert auf Wärme und greift sofort mit seinen Tentakeln an, an deren Enden feine, harte Giftstacheln sitzen. Ihr Gift kann einen Menschen innerhalb von Sekunden töten.

Sumpfschlange: Bis zu 40m lang und 1m Durchmesser, leben die meiste Zeit im Sumpf, und kommen wahrscheinlich nur nachts zum jagen ans Land.

Waschbär: Das Tier ähnelt entfernt, wie der Name schon vermuten lässt, einem Waschbären, die Schnauze ist nicht ganz so spitz und die Hinterbeine nicht ganz so kurz, es hat große Ohren, einen dunkelbraunen Pelz und einen winzigen Stummelschwanz. Es ist recht zutraulich, aber auch sehr ängstlich. Das bisher einzige Exemplar wurde in einem Pilzwald gefunden.

Gleamors sind die Eingeborenen des Planeten Gleams, degenerierte Nachkommen der Moduls. Es sind zartgliedrige große Humanoide, Durchschnittsgröße liegt bei fast 2m. Alle Gleamors sind kahlköpfig und haben eine zartblaue Hautfarbe. Das Fremdartigste im Gesicht sind die breiten wulstigen Lippen, die Unterlippe lässt sich zu einer Art Teller vorstülpen. Ihre Augen sind glasklar, nur in der Iris leicht gelblich gefärbt, sie scheinen mit Helium gefüllt zu sein. Ihr Blutkreislauf wird durch muskulöse Venen und Adern gesteuert.

Ungewöhnlich aber zweckmäßig ist ihre Kleidung. Der Oberkörper wird von farbigen Trikots bedeckt. Von der Hüfte abwärts wölben sich weit abstehende Reifröcke, die mit Stäben verstärkt sind, sie reichen knapp über die Oberschenkel. In den Sümpfen zeigt sich der Zweck der Reifröcke. Sobald sie bis an die Hüften im Sumpf versinken, falten sich die Röcke auf und verhindern, dass ihre Träger untergehen.

Ihre Ernährung basiert hauptsächlich auf den verschiedenen Pilzarten die überall auf Gleam gedeihen. Ein Teil der Pilze ist auch für Terraner gut verträglich.

Eine eigene Technik besitzen sie nicht mehr, auch die Parafähigkeit ihrer Vorfahren haben sie fast verloren. Sie sind jedoch in der Lage mit ihrem auf paranormaler Basis verstärkten betörenden Gesang ihre Zuhörer einzulullen, bis diese jede Gefahr vergessen.

Alle Gleamors finden den Tod, als es nach der Zerstörung Sirens zu einer globalen Naturkatastrophe, ausgelöst durch Gravitationsschwankungen, kommt. Die nördliche Halbkugel ist vorerst unbewohnbar, etwas besser sieht es auf der südlichen Halbkugel aus.

Trotz der aufgewühlten Natur, die sich nur langsam an die neuen Gegebenheiten anpasst, wird auf Gleam mit Power Center der erste planetare Großstützpunkt des Solaren Imperiums in Andro-Beta errichtet. In der Äquatorgegend findet man ideale Bedingungen. Ein fast kreisrundes Gebirge, aus vier bis sechs Kilometer hohen Bergen, schließt ein Tal von 142 Kilometern Durchmesser ein (es wird nach den dort gefundenen Energiewesen Harnogebirge genannt). Quer durch das Tal fließt ein Strom, der sich in den weiten Sümpfen verläuft.

Im März 2404 ist der Planet zu einem schwer befestigten Stützpunkt ausgebaut worden. Gleam wird von insgesamt 8.000 Einheiten bewacht, darunter 2.000 Fragmentraumer. Das Kommando über den Stützpunkt hat Reginald Bull inne.

Zwischen den Jahren 2402 und 2405 wird der terranische Stützpunkt auf Gleam immer weiter ausgebaut, kurz vor Ende des MdI-Krieges sind hier 13.000 moderne Raumschiffe der solaren Flotte stationiert.

Am 20.08.2405 beginnen man auf Gleam den endgültigen Rückzug der Terraner vorzubereiten. Technische Einrichtungen und Lagerräume werden zerstört, um sie nicht in die Hände angreifender Tefroder fallen zu lassen.

Wegen der Zerstörung des Schrotschußtransmitters verzögert der vollständige Rückzug noch etwas.

Nach Ende des Kriegs wird Gleam den Terranern geschenkt. Die Station wird als diplomatisches Zentrum wieder aufgebaut. Sie existiert mindestens bis in den November 2436, einschließlich einer Geheimdienstzentrale der SolAb. Von hier aus werden alle terranischen Aktivitäten in Andromeda, Andro-Alpha und Andro-Beta koordiniert. Zu dieser Zeit ist Sonderbotschafter Spaaktrin, seines Zeichens erfahrener Maahk-Psychologe, der Chef der Geheimdienstabteilung Andromeda.

Gleichzeitig unterhalten die Maahks auf Gleam eine ständige diplomatische Vertretung.

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 Quelle(n):  PR-241, 242, 243, 244, 245, 246, 258, 286, 291, 374, 375
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© Crest-Datei - Autor(en): Torsten Orth - Erstellt: 21.09.2000 - Letztes Update: 01.06.2008